Verkehrsmix der Zukunft

Lufttaxis und autonomes Fahren waren noch vor einigen Jahren Schlagworte aus einem Science-Fiction-Film. Inzwischen sind Flugtaxi-Projekte Realität und computergesteuerte Autos absolvieren erste Testfahrten. Noch haben die meisten Produkte keine Marktreife erreicht. Und wann eine „Fahrt“ im Flugtaxi preislich eine Alternative zur herkömmlichen Taxifahrt wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Im Verkehrsmix der Zukunft haben der Individualverkehr und damit das Auto, so wie wir es kennen, keine große Zukunft mehr. Zahlreiche Experten fordern bereits die autofreie Stadt. Die ADAC Studie „Die Evolution der Mobilität“ prognostiziert in diesem Kontext einen langanhaltenden Abschied vom Auto. Aber viele Herausforderungen müssen jetzt gelöst werden: Innenstädte sind überfüllt mit Autos und ländliche Bereiche schlecht an den ÖPNV angebunden. Zudem stellt die Fridays for Future-Bewegung die drängenden Umweltprobleme, wie Erderwärmung oder Luftverschmutzung, wöchentlich in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Im Zentrum vieler Forderungen steht dabei eine neue Form der Mobilität.

Das multimobile Zeitalter: Smarte Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote

Für die geforderte Verkehrswende sind maßgeschneiderte, attraktive Angebote dringend notwendig. Die neue Mobilität muss schnell, nachhaltig, zuverlässig und für alle sozialen Schichten verfügbar sein. Dazu gehört ein moderner ÖPNV ebenso wie Carsharing, Ridesharing, Ridepooling, elektrische Motorroller, elektrische Tretroller oder Fahrräder. Aber wie bekommt man alle Angebote unter einen Hut und wie kann man die unterschiedlichen Bedürfnisse von Millionen Stadtbewohnern und Landbewohnern koordinieren? In diesem Zusammenhang sprechen Studien von Smart Mobility also von der intelligenten Verbindung unterschiedlicher Mobilitätsangebote. Experten sehen Mobilitätsplattformen, die solche Angebote bündeln, als integralen Bestandteil einer smarten Mobilität. Einzelne digitale Angebote wie car2to, nexbike, uber oder die DB-App sind schon lange erfolgreich am Markt. An der smarten Vernetzung der unterschiedlichen Angebote hapert es nach wie vor. Plattformen wie moovit oder quixxit schaffen zwar Abhilfe. In punkto Vernetzung, Einbindung von Services sowie intelligenter Steuerung gibt es aber noch viel Potenzial. Die intermodale Tür-zu-Tür-Mobilität inklusive Buchung und Bezahlung der Reisekette ist noch Zukunftsmusik.

Mitfahren ist das neue Pendeln: route D vermittelt Fahrgemeinschaften

Auch in Düsseldorf werden die Weichen für die Mobilität der Zukunft gestellt. In einem Pilotprojekt wurden im April 2019 Umweltspuren eingeführt. Nur Busse, Taxis, Fahrräder und Elektrofahrzeuge dürfen hier unterwegs sein – und Fahrgemeinschaften. Sprich: drei oder mehr Personen im Auto sitzen. Hier setzt die die Mitfahr-App route D an. Um den Verkehr in Düsseldorf zu verringern, hat das Start-up goFLUX gemeinsam mit dem Düsselschmiede-Partner Stadtwerke Düsseldorf eine neue Mitfahr-App entwickelt. So haben bald Düsseldorfer Arbeitnehmer die Chance, Fahrgemeinschaften auch auf Kurzstrecken zu gründen. Projekte wie dieses legen das Fundament für die Mobilität der Zukunft: vernetzt, durchdacht und umweltfreundlicher.

© Düsselschmiede

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