Mobilität 2019 – Düsseldorf als Pendlerhauptstadt

Ärger, Stau und Zeitmangel – Das morgendliche und abendliche Fahren ist für viele Menschen ein Stressfaktor im Alltag. Der ADAC veröffentlichte besorgniserregende Zahlen: Im Jahr 2018 pendelten 59,4 Prozent aller deutschen Arbeitstätigen; durchschnittlich legten sie pro Strecke 16,91 Kilometer zurück (Tendenz steigend). 68 Prozent der Pendler bevorzugen eigene Fahrzeuge – was wiederum eine direkte Auswirkung auf die Umwelt, die Lärmbelästigung und die Verkehrsdichte hat.
Diese Auswirkungen machen sich auch in unserer Landeshauptstadt bemerkbar. Jeden Morgen fahren tausende Fahrzeuge über die Autobahnen in die Stadt. In nur wenigen Stunden wächst Düsseldorf um ein Drittel der Bevölkerung. Laut einer Studie von der Jobbörse Stepstone pendeln Menschen, die in Düsseldorf arbeiten, bundesweit am meisten.

Warum muss sich Mobilität verändern?

Die Straßen sind verstopft, die Luft verdreckt und die Anwohner durch die dauernde Lärmbelästigung beeinträchtigt. Es ist wichtig, dass wir uns um Alternativen kümmern, um den Verkehr soweit zu reduzieren, dass er wieder in den Fluss kommt – und das am besten ohne umweltschädigende Emissionen. Speziell in Straßen wie der Ludenberger, Merowinger, Burgunder, Dorotheen- und der Corneliusstraße, sowie dem Südring, überschreiten wir regelmäßig den Kohlenstoffdioxid-Grenzwert von 40 µg/m³. Das bedeutet, dass hier die Feinstaubbelastung zu hoch ist. Folgen eines zu hohen Kohlendioxid-Grenzwerts sind unter anderem Diesel-Fahrverbote, ungesunde Luft oder wie bei uns die Umweltspuren.

Wie kann Elektromobilität helfen?

Das Start-up e.Go Mobile AG aus Aachen beschäftigt sich bereits mit umweltfreundlichen Verkehr. Professor Dr. Günther Schuh vom RWTH Aachen Campus entwickelte gemeinsam mit etwa 300 Mitarbeitern und der ZF einen vollelektrischen Kleinbus. Der e.Go Mover bietet bis zu zehn Sitz- und fünf Stehplätze, kann also bis zu 15 Menschen transportieren – dabei ist er nicht größer, sondern nur etwas höher als eine Oberklasselimousine.
Der e.Go Mover ist so konzipiert, dass er dank künstlicher Intelligenz und moderner Sensortechnologien selbstständig durch den Stadtverkehr findet. Während der Fahrt werden die Daten von den Sensoren gesammelt und analysiert, sodass der Bus selbstständig die ideale Fahrstrategie wählt. Der Shuttlebus fährt mit einer Aufladung zehn Stunden lang durch den Stadtverkehr.

Projekt der Düsselschmiede: Mitfahrgelegenheiten via App

Das Projekt e.Go Mover sehen wir als Vorbild für Düsseldorf. Bevor wir den Innenstadt- und Pendlerverkehr über autonom fahrende Busse abbilden können, schauen wir uns kurzfristige Lösungen an. Um den Verkehr schnellstmöglich in Düsseldorf zu verringern hat das Start-up goFLUX gemeinsam mit dem Düsselschmiede-Partner Stadtwerke Düsseldorf eine neue Mitfahr-App entwickelt. So haben bald Düsseldorfer Arbeitnehmer die Chance, Fahrgemeinschaften auch auf Kurzstrecken zu gründen.
Wir sehen in diesen Projekten großes Potenzial um die Umwelt in und um Düsseldorf zu verbessern. Projekte wie der e.Go Mover und unsere App für Mitfahrgelegenheiten zeigen, wie die Mobilität der Zukunft aussieht: vernetzt, durchdacht und umweltfreundlicher.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© Düsselschmiede

Scroll to Top